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part8

Workshop in 4 Teilen zum Thema go your gait!
Schloss Weinberg
11.2.08 – 12.2.08

1. Workshop: Analyse
Die Notation der go your gait! –stücke  sind die Schritte und Gangbilder von Menschen. Um die Sprache dieser Notation zu erlernen, haben wir uns im Ausprobieren und Beobachten die wichtigsten Elemente eines Schrittes erarbeitet.
Ich verwende dabei die in der Medizin gebräuchlichen Begriffe:
Right Initial contact
Left toe off…….

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2. Workshop: Realisierung  des Stückes follow you (3 Personen)
Mit dem im Teil 1 erarbeiteten Wissen gingen wir im Raum abwechselnd einzeln einen großen Kreis durch den Raum, während die drei anderen mit ihren Instrumenten einem zuvor bestimmten Element des Gangs folgten.
z.B. t=right swingphase , h.j.= right toe off, k= right initial contact.
Da die Konzentration sehr auf das Ablesen der Noten gerichtet war, haben wir uns mit dem Edirol R-9  diese kurzen Stücke aufgenommen und gleich im Anschluss an jede Aufnahme angehört. Im Anhören sind dann verschiedene weitere Ideen entstanden, wie z.B. durch Tonhöhen die Geschwindigkeiten des Gehens zu verändern, aber auch umgekehrt, durch Änderung der Gehgeschwindigkeit die Tonhöhen zu beeinflussen. Zum Abschluss teilten wir uns noch auf in zwei Geher und zwei Spieler.

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3. Workshop: Neuproduktion Weinberg (Gemeinschaftsarbeit)
Den dritten Teil begannen wir mit einem Gespräch,  wie wir uns im Gehen im öffentlichen Raum bewegen und wie uns Umgebungen im Gehrhythmus beeinflussen, durch Ampeln, Stufen, Markierungen, Musik aus Kopfhörern und Geschäften, etc.(man braucht meist eine Wegstrecke von 20 Metern um in seinen Gehrhythmus fallen zu können)… Erfahrungen die ich gerade mit meinem aktuellen Projekt (Linz und seine Partnerstädten im rhythmischen Spiegel) ständig aufs neue mache.

Dies diente als Überleitung dazu aus dem Schloss raus zu gehen und uns selbst eine neue Partitur zu bauen. Die Schlossbrücke zeigte sich schnell als idealer Ort, die passende Videokameraeinstellung war gefunden, dann verabredeten wir noch Reihenfolge und Dauer unserer Wege über die Brücke. Nach drei Versuchen ist uns eine gute Version von 5:37 min gelungen.

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4. Workshop: Lesen der neuen Partitur
Wir importierten  das Videomaterial in den Computer, stellten diesen auf das Klavier und verteilten die Stimmen, wie folgt:

  • t-folgt dem Schatten auf dem Video von rechts nach links, wobei nur das rhythmische Muster auf den je vier Zwischensäulen pentatonisch von oben nach unten gespielt wird. Jeweils  1 ton nach unten versetzt.
  • h.j.-folgt dem initial contact der Lichtgeher, die immer von links nach rechts durchs Bild gehen. Immer im Quintintervall, t=d-a, k=cis-gis, h.j.=c-g
  • k- folgt dem right initial contact der Schattengeher (rechts nach links)

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Diese Version spielten wir am Klavier und haben es wiederum für uns zum Nachhören aufgenommen. Das Zusammenstellen des Videos mit dem Ton erfolgte im Anschluss an den Workshop.

 



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